Luthien Tinuviel – die Liebende

Luthien
Luthien – erzählt für Beren und sich selbst.

Luthien kennt man als eine von zweien, als Frau eines Mannes, als einen Teil der großen Liebenden, die jedes Kind in Mittelerde kennt: Beren und Luthien.

Unsichtbar aber, in Haus und Heim sich versteckend, ist Luthien nicht.

Ganz im Gegenteil:

Beren und Luthien bestanden ihre Abenteuer gemeinsam. Jenes Wagnis, Morgoth einen der drei Silmarilli aus der Krone zu schneiden.

Ohne die liebliche, singende, zaubermächtige Luthien hätte Beren, der Held, keine Chance gehabt.

Jetzt aber wandert Beren allein auf Wegen, die ihn ganz in Anspruch nehmen.

So dass er Luthien nicht deutlich sehen und meistens auch nicht hören kann.

Wohl aber spüren, da ist Luthien sich ziemlich sicher. So sagt sie:

Kind und die Schönste von allen war ich in Doriath

Als einzige Tochter des Elbenkönigs des altvorderen Doriath und einer weisen Maiar, war mein Leben, ich weiß nicht, ob im höchsten Maße, aber doch mehr als, sicher, geschützt, viel zu behütet.

Mit dem Menschen Beren, der einen Weg in das sorgfältig gegen alles Störende von Luthiens Mutter Melian abgeschirmten Wälder gefunden hatte, war zugleich Morgoth in mein Leben gekommen. Vielmehr der Kampf gegen Morgoth.

Ein Name, der in den Hallen, Wegen und Wäldern von Doriath nie in ihrer Gegenwart auch nur erwähnt worden war. Wie ich nun herausfand, hatten die Elben meines Volkes geglaubt, in Doriath unsichtbar und unerreichbar für alles was nicht aus Doriath stammte, auf immer zu bleiben.

Und nun war Beren da und hatte mit seinem unerschrockenen Blick mein Herz erobert. Und sein Leben wie das seines Volkes war bestimmt vom offenen Kampf gegen Morgoth.

Die Silmarilli

Und mit Morgoth kamen zugleich die drei wundersamen Silmarilli in mein Leben. Doch geschah dies nicht durch Beren, sondern durch Thingol, meinen Vater.

Er ertrug es nicht, dass ich, Luthien, seine einzige Tochter, die Frau eines Menschen werden sollte. So schickte er Beren aus, einen Silmaril aus der Eisenkrone Melkors ihm zu bringen.

Dies und wie ich Beren mit meinen Zauberkräften half, Morgoth zu überlisten, ist so weit bekannt.

Die Schönheit des Silmaril aber hat mir und auch Beren schwer zu schaffen gemacht. Der Silmaril in seinem Glanz, der zugleich der Sonne wie des Mondes zu gehören schienen, hatte eine trügerische doppelte Macht.

Sie bewirkte wundersame Heilung und entfachte das Verlangen nicht nur nach Macht, sondern nach mehr noch: Nach unüberwindliche Macht. Selbst nur einer der Silmarilli besaß diese Macht.

Wir spürten es sofort, dieses Verlangen. Obwohl wir gewarnt waren durch Melian, meine Mutter. Doch wir hatten es vergessen als es so weit war und der Silmaril zu uns auf unsere Insel kam. In unsrem zweiten Leben.

Wir waren Menschen nun beide, sterblich, verletzlich, verführbar, auf unserer Insel im Fluss, dem Ort unseres zweiten Lebens, das Mandos uns eingeräumt hatte.

Und als wir sahen, wie schnell meine Schönheit, wie schnell unsere Jugend dahin ging, als wir dem Silmaril verfielen, ersannen wir den Elessar.

Einer nur sollte es sein. Und die gleiche wundersame Macht zu heilen sollte er besitzen wie die Silmarilli. Nicht aber Allmacht versprechen.

Und wir beide, deren Leben auf der festen Erde sich dem Ende zuneigte, versprachen einander,  all unsere weiteren Leben, wo und wie auch immer wir weilen würden, zu binden an diesen heilenden Stein.

Den jemand erschaffen würde. Da wir ihn nun ersonnen hatten. Und wir würden ihn finden. Auf dass aus unserer nun am Ende nur klein gebliebenen Liebe doch noch eine große wachsen würde.

Quellen von “Luthien Tinuviel – die Liebende”:

Bildquellen: © Lotro (Herr der Ringe online) / elessarion.de
Figuren, Items, Orte, Historie © J.R.R. Tolkien
Elessar Geschichten © elessarion.de

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